In der ersten Folge des Attention! Podcast diskutieren wir das Phänomen der Aufmerksamkeitsökonomie und zeigen zwei Möglichkeiten auf, dieser zu begegnen.

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Der Attention! Podcast

Begleitend zum digitalen Magazin bereiten wir weiterführende Inhalte, Hintergründe und Diskussionen zur Zukunft der Kommunikation ab sofort auch als Podcast auf. In der ersten Folge geht es um die Aufmerksamkeitsökonomie, um Trendkonzepte und um Medien-Diversifizierung.

Was ist die Aufmerksamkeitsökonomie? + 2 Strategien dieser zu begegnen #attention #trends #marketing jetzt zwitschern

Trendkonzepte

Die Trendforschung kategorisiert Trends in 3 Kategorien. Diese helfen Dir dabei, Trends und deren Auswirkungen auf Kommunikation, Nutzer- und Medienverhalten richtig einzuordnen und zu verstehen.

Microtrends sind konkrete und marktfähige Innovationen – und oft der Auslöser eines Wandels. Als "kleinste Einheit" sind Microtrends häufig der tatsächliche Beleg für die Auswirkungen von Mega- und Macrotrends.

Macrotrends gruppieren mehrere Microtrends zu einer Gruppe und haben einen Zeithorizont von fünf bis zehn Jahren. Sie bilden einen Teil des jeweiligen Megatrends.

Megatrends spiegeln große gesellschaftliche Strömungen mit einem Zeithorizont von über 10 Jahren wieder.

Trendkonzepte: Mikro- Makro- und Megatrends

Was ist die Aufmerksamkeitsökonomie?

Die Aufmerksamkeitsökonomie bezeichnet ein Konzept der Informationsökonomie, welches die Aufmerksamkeit der Menschen als knappes Gut betrachtet. Hintergrund davon sind der exponentielle Anstieg der Informationsmenge durch die Digitalisierung und die Vernetzung durch neue Medien. Beide Phänomene senken die Kosten für Unterhaltung und Informations­vermittlung drastisch. Dadurch ist nicht die Information oder der Zugang zu Information begrenzt, sondern die Möglichkeit diese aufzunehmen und zu verarbeiten. Aufmerksamkeit wird zur knappen Ressource und zur Währung erfolgreicher Kommunikation.

Aufmerksamkeitsökonomie

Snack-sized Media

Eine der Reaktionen auf verkürzte Aufmerksamkeitsspannen und Diversifizierung von Medienkanälen und Inhalten sind sog. Snack Media. Darunter verstehen sich Inhalte in kleinen, gut aufbereiteten Portionen, die vom Nutzer einfach konsumiert werden können. Ob in Textform (z.B. Zitate oder Tweets), als Bilder, Slide-Decks, Checklisten oder als Videos. Snack Media wird zumeist für einen bestimmten Kanal oder Medium konzipiert und produziert, z.B. 15-Sekunden-Video für Facebook oder als "Story" auf Instagram.

Explosion und Diversifizierung von Marketing-Kanäle

Es gibt immer mehr Endgerätetypen. Gleichzeitig nimmt die Komplexität in einem Marketing-Kanal zu. Die Folge einen Marketing-Kanal gut zu beherrschen wird immer teuerer. Beispiele für die starke Zunahme an Endgeräten:

  • Web-basierte Applikationen: Desktop, Laptop, Tablet, Smartphone...
  • Mobile Applikationen: Native Apps, SMS, Messenger...
  • Beacon-triggered und Geolocation-basierte Anwendungen
  • Chatbots: Screen-based oder Voice-based auf verschiedenen Endgeräten
  • Smart TV und Spielekonsole
  • Beispiele aus dem Internet der Dinge Universum: Android Auto und Amazon Dash
  • Digitale Out-of-Home Beschilderungen bzw. digitale Kioske
  • Digitale Point-of-sale Applikationen
  • Augmented und Virtual Reality Brillen und Headsets
  • ...

Eine Antwort auf die Zunahme der Kommunikationskanälen kann das Flexibilisieren der Marketing-Technologie-Infrastruktur mit Hilfe der API-Economy. Wie Du heute Nutzererlebnisse mittels der API Economy bauen kannst, siehst Du am Beispiel UBER.

Beispiel für die API-Economy

Fazit

Mittels Trendkonzepten, wie dem Konzept der Micro-, Macro- und Mega-Trends können aktuelle Trends und neue Technologien in einen Kontext gesetzt werden. Dem Mega-Trends der Aufmerksamkeit­sökonomie können Marketeers verschieden entgegnen. Zum einen Mittels Snack-size Media sowie einer Flexibilisierung der eigenen Marketing-Technologie-Infrastruktur.

Show Notes

Wie begegnest Du der Aufmerksamkeitsökonomie? Hinterlasse einen Kommentar oder schreibe mir auf Twitter @michlschmitt.